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Die Ventrikuloperitoneale (VP)-Shunt-Implantation ist ein chirurgisches Verfahren, dass zur Behandlung des Hydrozephalus eingesetzt wird. Bei dieser Erkrankung sammelt sich Nervenwasser in den Liquorräumen des Gehirns und kann nicht normal abfließen. Diese Flüssigkeitsansammlung kann zu einem erhöhten Hirndruck führen, der schwerwiegende Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen und in schweren Fällen auch neurologische Schäden verursachen kann.

Der VP-Shunt ist ein dünner Schlauch, der in einem chirurgischen Eingriff in die Ventrikel des Gehirns eingeführt wird, um überschüssige Flüssigkeit abzuleiten und den Hirndruck zu normalisieren. Der Schlauch ist unter der Haut mit einem Ventil verbunden, dass den Flüssigkeitsfluss steuert, sowie mit einem Katheter, der durch das Unterhautgewebe in die Bauchhöhle geführt wird. Dort wird die Flüssigkeit resorbiert. Dieser Weg ermöglicht eine kontinuierliche Ableitung des Nervenwassers und eine Regulierung des Hirndrucks.

Die Diagnostik eine shuntflichtigen Hydrocephalus beinhaltet neben Anamnese und  der gründlichen neurologischen Untersuchung auch bildgebenden Verfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT). Hier kann dann häufig die Ursache des Hydrocephalus erkannt werden.  Basierend auf den Untersuchungsergebnissen und dem klinischen Zustand des Patienten entscheidet das behandelnde Ärzteteam über die Notwendigkeit einer VP-Shunt-Implantation.

Der eigentliche Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und beginnt mit der Rasur der Haare im Zugangsgebiet um Infektionen zu vermeiden. Meistens reichen 3 Hautschnittes (einer am Schädel, einer hinter dem Ohr und einer am Bauch), selten sind noch zusätzliche sehr kleine Schnitte nötig. Der Zugang zum Ventrikelsystem um den Katheter zu platzieren wird über ein Bohrloch geschaffen. Das Ventil wir unter der Haut am Kopf platziert und der Katheter wird ebenfalls unter der Haut bis zum Bauchraum geführt.

Nach der Platzierung des Katheters wird der Shunt angeschlossen und das Ventil wird so eingestellt, dass es den Flüssigkeitsfluss angemessen reguliert. Die Funktion wird noch in der OP überprüft.

Die Hautschnitte werden dann vernäht und der Patient wird nach Beendigung der Narkose zur Überwachung in den Aufwachraum gebracht.

Die VP-Shunt-Implantation ist in der Regel ein effektives  und langfristiges Verfahren zur Behandlung von Hydrozephalus und kann dazu beitragen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern.